Naturkalebasse von unter mit Mate und Bombilla - Foto: A. Hühn

Mate, Kalebasse und Bombilla

Traditionelle Kalebasse aus Flaschenkürbis mit Matetee und Bombilla – Foto: A. Hühn

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Mate

Seit der späten zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird der Matetee vor allem in Paraguay, Argentinien und Brasilien kultiviert angebaut. Allerdings wird auch heute noch etwa die Hälfte des auf dem Markt befindlichen Mate von wildwachsenden Bäumen geerntet.

Mate wurde schon vor der Kolonialisierung von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken. In den typischen Anbaugebieten Südamerikas trinkt die Mehrzahl der Menschen heutzutage regelmäßig Mate. In Argentinien trinken etwa 80 % der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche den Matetee

Das Aroma von Mate ist rauchig-erdig und etwas süß-säuerlich.

Der fruchtig-bittere Geschmack wird in einigen Regionen wie Argentinien auch oft mit verschiedenen Geschmacksrichtungen „veredelt“ (u. a. Orangengeschmack, Kirsche, Zimt, Pfefferminz).

Die Kalebasse

Als Kalebasse wird die ausgehöhlte Frucht des Flaschenkürbis bezeichnet.

Auch das traditionale Mate-Trinkgefäß heißt Kalebasse.

Mittlerweile gibt es die Kalebasse nicht mehr nur aus dem Naturkürbis, sondern sie wird auch aus anderen Materialien, wie zum Beispiel aus Edelstahl oder Keramik angeboten.

Hochwertige Natur-Kalebassen werden mit einem zusätzlichen Rand aus Aluminium versehen.

Für das Zelebrieren des Mate-Tees darf eine Kalebasse, der traditionelle Mate-Becher nicht fehlen.

Die Vorteile bei der modernen Kalebasse aus Keramik oder Edelstahl bestehen in langer Haltbarkeit und einfacher Reinigung.

Der Vorteil der Natur-Kalebasse zeichnet sich durch einen deutlich besseren Geschmack des Mate-Tees aus!

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Pflege-Tipp für die Natur-Kalebasse:

Damit man an seiner Natur-Kalebasse möglichst viel und lange Freude hat, gibt es Verschiedenes zu beachten:

Vor dem ersten Gebrauch sollten eventuelle Rückstände im Inneren entfernt werden. Danach befüllt man die Kalebasse mit Wasser und Matetee und läßt das Ganze 24 Stunden stehen. Dadurch werden die Poren geschlossen, das verbessert den späteren Geschmack.

Reinigung:

Nach Gebrauch nur mit Wasser ausspülen.

WICHTIG: nach der Reinigung zügig trocknen lassen, im Winter in Heizungsnähe, damit sich kein Schimmel bilden kann!

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Edelstahlkalebasse vor Natur-Kalebasse – Foto: A. Hühn

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Die Bombilla

Wie bereits erwähnt, wird Mate-Tee durch ein Trinkrohr, der Bombilla, gesaugt.

Am unteren Ende der Bombilla befindet sich ein Sieb, um zu verhindern, dass Teeblätter in den Mund gelangen können.

Auch von der Bombilla gibt es verschiedenste Modelle, bei denen jeoch der Aufbau immer gleich ist: Oben ein Mundstück, im Anschluss das Trinkrohr und unten das Sieb. Die Bombilla gibt es aus Edelstahl, Weissblech oder Silber.

Die Edelstahl-Variante läßt sich bequem in der Spülmaschine reinigen!

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Die traditionelle Zubereitung

Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte mit Mate gefüllt. Die Öffnung wird mit der Innenseite der Hand verschlossen und umgedreht. Durch leichtes Schütteln wird die Mate etwas sortiert, wodurch sich die groben Teile von dem feinen Pulver trennen. Erst wird vertikal geschüttelt, dann wird die Kalebasse vorsichtig umgedreht; die groben Teile befinden sich auf dem Boden des Gefäßes. Die Mate wird nun etwas angefeuchtet und entlang der Gefäßachse angedrückt, so dass die Bombilla schräg in die leere Hälfte eingeführt werden kann. Wenn man die Mate nun etwas stehenlässt, kann sie aufquellen und es gelangen später beim Trinken weniger Körnchen in die Bombilla. Aufgegossen wird nun mit 70 bis 95 °C heißem Wasser, sorgfältig entlang des Trinkrohres, damit die an die Innenseite angedrückten Blätter nicht aufgewirbelt wird. Die Temperatur variiert nach Regionen und Geschmack

Der Aufguss wird viele Male wiederholt. Dazu wird das Aufgusswasser – besonders im Freien oder auf Reisen – oft in den allgegenwärtigen Thermosflaschen heißgehalten. Die Mate-Blätter gelten als aufgebraucht, wenn sich beim Aufgießen keine Bläschen bilden und einzelne Mateblätter oben schwimmen. Dann ist der Mate ausgewaschen.

Mate-Tee – Wikipedia

Natürlich kann Mate aber auch, nach der westlichen Zubereitungsart, in einer Teekanne zubereitet und aus einer Tasse oder einem Glas getrunken werden!

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